Clos de Tsampéhro Rouge IV

Clos de Tsampéhro, Flanthey
Beschreibung (Detailseite)

Der Clos de Tsampéhro Rouge IV vereint Cornalin, Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc zu einer der ambitioniertesten roten Assemblagen des Wallis. Der 2014er zeigt dunkle Kirsche und Pflaume, begleitet von Lakritze, Unterholz, feinen Röstaromen und Schokolade. Am Gaumen präsentiert er sich grosszügig und komplex, mit saftiger Frucht, würziger Frische und einer inzwischen wunderbar gereiften Tanninstruktur. Die Magnum schenkt diesem aussergewöhnlichen Wein eine besonders langsame Entwicklung – ein charaktervoller, tiefgründiger Walliser Grand Vin mit grosser gastronomischer Klasse.

45 % Cornalin
30 % Merlot
13 % Cabernet Sauvignon
12 % Cabernet Franc

Der Cornalin ist mit 45 % die Leitsorte. Es handelt sich also nicht einfach um einen Walliser Bordeaux-Blend. Vielmehr trifft eine grosse autochthone Walliser Rebsorte auf drei klassische Bordeaux-Sorten.
Das Weingut beschreibt den Cornalin selbst als roten Faden der Assemblage: Er bringt Frucht und Struktur; Merlot sorgt für Würze, rote Frucht und eine samtige Textur, während die Cabernets Frische sowie Noten von Leder, Lakritze und Mokka beitragen.

Eine aussergewöhnliche Walliser Rarität. Vom Jahrgang 2014 wurden lediglich 2'100 Flaschen und nur 150 Magnums produziert. Nach über einem Jahrzehnt Flaschenreife ist die Edition IV im Grossformat heute entsprechend selten zu finden.

Rotwein
Rote Assemblage
Cornalin
Cabernet Sauvignon
Cabernet Franc
Merlot
Prozent
13.8
Option 1: Beschrieb
150cl
Option 1: Jahrgang
2014
Option 1: Preis
CHF 350

Passende Stimmung

grosszügig und spendabel

Charakteristik

Aromen (Nase)
Schwarzkirsche und Pflaume, dazu Lakritze, Unterholz und feine Röstaromen.
Aromen (Mund)
Grosszügig und komplex, mit würziger Frische, gereiften Tanninen und langem, schokoladigem Finale.
Komplex & elegant
Eichenfass / Barrique
Assemblage
Rarität
Wild
Geschmorte Gerichte
20 Jahre

Unsere Geschichte

Was uns mit dieser Weinkellerei verbindet...

Manchmal beginnt eine Weingeschichte eben nicht beim Winzer – sondern mit einer glücklichen Empfehlung.

Mit Clos de Tsampéhro verbindet uns bislang – ganz ehrlich – noch keine persönliche Geschichte. Entdeckt haben wir die Weine durch die Empfehlung eines Weinhändlers, der uns glücklicherweise nicht nur davon vorgeschwärmt, sondern auch einige der raren Flaschen überlassen hat. Keine Selbstverständlichkeit, denn die Weine von Clos de Tsampéhro sind ausgesprochen schwer zu bekommen.

Eigentlich beziehen wir unsere Weine fast ausschliesslich direkt von den Winzerinnen und Winzern. Nur bei drei Kellereien machen wir eine Ausnahme – Clos de Tsampéhro ist eine davon. Nicht aus Überzeugung für den Umweg, sondern weil manchmal schon der Besitz einer Flasche ein kleines Glück ist.

Eine persönliche Begegnung steht deshalb noch auf unserer Wunschliste. Aber im Moment bleibt selbst die Tür zum Weinkeller für Besucher geschlossen – schlicht, weil die Weine vergriffen sind.

Wir hoffen also, dass diese Geschichte noch nicht fertig geschrieben ist. Vielleicht beginnt das nächste Kapitel irgendwann in Flanthey – bei einem Glas Clos de Tsampéhro und einer persönlichen Begegnung.

Mehr zum Weinkeller

Clos de Tsampéhro

Clos de Tsampéhro in Flanthey ist aus der gemeinsamen Vision dreier Weinbegeisterter entstanden: Joël Briguet, Christian Gellerstad und Vincent Tenud. Ihr Anspruch ist kompromisslos: Auf knapp drei Hektaren aussergewöhnlicher Walliser Böden entstehen in kleinen Mengen Weine, die das Terroir möglichst unverfälscht zum Ausdruck bringen.

Winzer Joël Briguet, Gründer der Cave La Romaine, verantwortet die Arbeit im Rebberg; Vincent Tenud, ausgebildeter Önologe aus Changins, prägt die Vinifikation. Christian Gellerstad bringt als Mitinitiator und leidenschaftlicher Weinliebhaber die strategische Perspektive ein. Unterstützt werden sie im Weinberg von Anbauleiter Antonio Almeida, der die Terroirs von Flanthey seit vielen Jahren kennt.

Der Name Tsampéhro stammt aus dem Walliser Patois und bezeichnet den Ort, an dem sich die Rebberge befinden. Die terrassierten Parzellen liegen auf rund 600 Metern Höhe und profitieren von der intensiven Walliser Sonne sowie den kargen, kalkreichen Böden.
Im Mittelpunkt stehen nur wenige Cuvées. Niedrige Erträge, sorgfältige Handarbeit und eine kompromisslose Selektion bilden die Grundlage.

Besonders faszinierend ist das Terroir: Der Clos umfasst knapp drei Hektaren schiefer- und sandig-lehmgeprägte Böden. Zehn Rebsorten wachsen hier, wobei bewusst autochthone Walliser Sorten mit internationalen Rebsorten verbunden werden. Der Weinbau erfolgt biologisch und ohne Herbizide oder Pestizide; auch biodynamische Prinzipien fliessen in die Bewirtschaftung ein. Und noch eine schöne Besonderheit: Im Clos befindet sich nach Angaben des Weinguts die älteste noch produzierende Cornalin-Parzelle – mit nahezu 100-jährigen Reben.

Charakteristisch ist auch die bewusste Nummerierung der Editionen mit römischen Ziffern. So wird jeder Jahrgang Teil der Geschichte des Clos – Edition I entspricht dem Jahrgang 2011.

Entdecken Sie die KellereiDetails

Mehr zur Rebsorte

Rote Assemblagen und Cuvées

«Verheirateter Wein»

Es liegt in der Hand des Kellermeisters aus Weinen unterschiedlicher Charaktere ein vielschichtiges, finessenreiches dabei aber ausgewogenes Geschmackserlebnis zu komponieren. Oft werden farbintensive, körperreiche und tanninbetonte Weine mit leichteren, fruchtintensiven vermählt, um eine komplexere, intensivere Harmonie der Aromen zu erreichen. Ziel ist es dabei nicht, die Schwächen eines Weines zu kaschieren, sondern Stärken zu kombinieren, die Cuvée soll von höherer Qualität sein und besser schmecken als der sortenreine Wein. Damit eine Cuvée sich als harmonische Komposition präsentiert, müssen Eigenschaften wie Fruchtigkeit, Säure, Tanningehalt, Alkoholgehalt und Restsüsse bei Vorverkostungen sehr genau sensorisch beurteilt werden. Es ist eine Kunst, die viel Wissen, Können, Feingefühl und Erfahrung erfordert, ergänzende Sorten fein aufeinander abzustimmen, um einen besonders runden und harmonischen Wein zu kreieren.

Die Begriffe Assemblage und Cuvée stiften manchmal mehr Verwirrung als Klarheit. Denn im französischen Sprachgebrauch werden sie anders angewandt als im Deutschen. Im deutschsprachigen Raum werden der Begriff Cuvée und das Synonym Assemblage für einen Verschnitt aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder Lagen verwendet. Nicht so in Frankreich. Cuvée stammt vom französischen Cuve (Bottich oder Weinbehälter) und bezeichnet eigentlich eine bestimmte Menge Wein in einem Gefäss. Demnach wird im Französischen jeder separat abgefüllte Wein, als Cuvée – im Sinne von Abfüllung – bezeichnet. Die Zusammenstellung der Cuvée wird in Frankreich als Assemblage bezeichnet. Werden einfache Weine verschnitten, sprechen die Franzosen von einer Coupage.

Zurück