La Petite Grange 2024

Marie-Thérèse Chappaz, Domaine Chappaz, Fully
Beschreibung (Detailseite)

Nicht, dass Marie-Thérèse Chappaz einen neuen Wein nötig hätte, ihr Angebot ist schon unheimlich weit gefächert. Aber es liegt am Wallis seiner enormen Sortenvielfalt und noch mehr an Marie-Thérèses Neugierde. Sie will alles probieren und brennt darauf, Erfahrungen zu machen, etwas zu lernen und das Gelernte in ihre Produktion einzubringen. So wurde der Le Petite Grange geboren. Diolinoir, Gamaret, Gallota, eine ungewöhnliche Kombination. Aber eine unheimlich spannende, nein geheimnisvolle.

Gamaret, Galotta und Diolinoir bilden das Herz der Cuvée; im Jahrgang 2024 ergänzen Syrah und etwas Merlot die Assemblage. Ein Wein, der zeigt, dass grosse Persönlichkeit nicht immer grosse Schwere braucht. Die verschiedenen Rebsorten stammen aus kalk- und granitgeprägten Walliser Terroirs und verbinden dunkle Frucht mit würzigen und leicht erdigen Nuancen. Schwarze Kirschen treffen auf feine Kräuter, Pfeffer und einen Hauch Lakritze. Am Gaumen zeigt sich der 2024er saftig und geschmeidig, mit seidigen Tanninen und schöner Frische. Die Syrah bringt zusätzliche Würze und Spannung, ohne dem Wein seine unkomplizierte, zugängliche Art zu nehmen. Ein charaktervoller Chappaz, der nicht von Schwere, sondern von Frucht, Würze und Balance lebt.

Rotwein
Rote Assemblage
Syrah
Merlot
Diolinoir
Gamaret
Galotta
Prozent
12.8
Option 1: Beschrieb
75cl
Option 1: Jahrgang
2024
Option 1: Preis
CHF 85

Passende Stimmung

fröhlich und gesellig

Charakteristik

Aromen (Nase)
Schwarze Kirsche, dunkle Beeren und feine Kräuterwürze, dazu Pfeffer und Lakritze.
Aromen (Mund)
Saftig und geschmeidig, mit seidigen Tanninen, würziger Frische und langem Finale.
Mittelkräftig & ausgewogen
Eichenfass / Barrique
Biodynamisch
Assemblage
Spontangärung
Pasta
Gemüse
10 Jahre

Worte des Winzers

Das sagt Marie-Thérèse Chappaz über diesen Wein

La Petite Grange ist ein Wein mit bäuerlicher Seele und poetischem Ausdruck – tief verwurzelt im Walliser Boden. Diolinoir, Gamaret und Gallotta sprechen hier nicht laut, sondern vielschichtig: mit dunkler Frucht, würzigen Konturen und der stillen Kraft unserer kargen Terrassen.

Unsere Geschichte

Was uns mit dieser Weinkellerei verbindet...

Wir durften für Marie-Thérèse Chappaz anlässlich des Jubiläums vom Chapitre de Saint-Théodule das Catering übernehmen und haben sie so persönlich kennen gelernt. Seither war sie zusammen mit Alain schon mehrfach bei uns in den Ferien - wir freuen uns immer riesig, sie bei uns haben!

Mehr zum Weinkeller

Marie-Thérèse Chappaz

Marie-Thérèse Chappaz übernahm 1988 das Weingut ihres Grossonkels in Fully, etwa 40 Kilometer südlich des Genfer Sees. Auf weniger als 15 Hektar, in der Lage "Liaudisaz", bewirtschaftet sie einige der spannendsten autochthonen Rebsorten, darunter Petite Arvine, Humagne Rouge sowie internationale Sorten wie Syrah, Chasselas und Marsanne. 1997 stellte sie ihr Weingut nach einem Besuch bei einem Biodynamiespezialisten in Frankreich auf Biodynamie um. Diese Entscheidung entsprach ihrer Philosophie des Respekts vor der Umwelt, dem Leben und dem Terroir. Seit 2004 ist ihr Weingut Demeter-zertifiziert.

Marie-Thérèse ist eine charismatische und erfolgreiche Winzerin, deren Weine durch Kraft und Komplexität sowie eine klare Fruchtigkeit bestechen. Ihr Portfolio reicht von Rot- und Weissweinen bis hin zu edelsüssen Tropfen. Besonders herausragend ist ihr Süsswein „Grain par Grain Petite Arvine Domaine des Claives“ (2020), der als erster Schweizer Wein die Höchstbewertung von 100 Parker-Punkten durch das Team des renommierten US-Weinkritikers Robert Parker erhielt – eine Premiere in der Schweiz.

Ihre Weine sind stark vom einzigartigen Terroir des Wallis geprägt, das durch den Boden, das Klima und die Rebsortenvielfalt besticht. Chappaz verfolgt eine naturnahe Philosophie und setzt auf die Biodynamik, um den Wein mit der Umgebung zu verbinden. Sie strebt nach Authentizität und Qualität, hört auf die Natur und arbeitet im Einklang mit dem Kosmos. Ihre Weinbereitung erfolgt so natürlich wie möglich, mit minimalen Eingriffen und einheimischen Hefen. Dabei zielt sie darauf ab, Weine zu schaffen, die die Geschichte und das Terroir der Region widerspiegeln.

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Rote Assemblagen und Cuvées

«Verheirateter Wein»

Es liegt in der Hand des Kellermeisters aus Weinen unterschiedlicher Charaktere ein vielschichtiges, finessenreiches dabei aber ausgewogenes Geschmackserlebnis zu komponieren. Oft werden farbintensive, körperreiche und tanninbetonte Weine mit leichteren, fruchtintensiven vermählt, um eine komplexere, intensivere Harmonie der Aromen zu erreichen. Ziel ist es dabei nicht, die Schwächen eines Weines zu kaschieren, sondern Stärken zu kombinieren, die Cuvée soll von höherer Qualität sein und besser schmecken als der sortenreine Wein. Damit eine Cuvée sich als harmonische Komposition präsentiert, müssen Eigenschaften wie Fruchtigkeit, Säure, Tanningehalt, Alkoholgehalt und Restsüsse bei Vorverkostungen sehr genau sensorisch beurteilt werden. Es ist eine Kunst, die viel Wissen, Können, Feingefühl und Erfahrung erfordert, ergänzende Sorten fein aufeinander abzustimmen, um einen besonders runden und harmonischen Wein zu kreieren.

Die Begriffe Assemblage und Cuvée stiften manchmal mehr Verwirrung als Klarheit. Denn im französischen Sprachgebrauch werden sie anders angewandt als im Deutschen. Im deutschsprachigen Raum werden der Begriff Cuvée und das Synonym Assemblage für einen Verschnitt aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder Lagen verwendet. Nicht so in Frankreich. Cuvée stammt vom französischen Cuve (Bottich oder Weinbehälter) und bezeichnet eigentlich eine bestimmte Menge Wein in einem Gefäss. Demnach wird im Französischen jeder separat abgefüllte Wein, als Cuvée – im Sinne von Abfüllung – bezeichnet. Die Zusammenstellung der Cuvée wird in Frankreich als Assemblage bezeichnet. Werden einfache Weine verschnitten, sprechen die Franzosen von einer Coupage.

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