Grand Vin Amédée 2022

Albert Mathier & Fils SA, Salgesch
Beschreibung (Detailseite)

Der Grand Vin Amédée 2022 ist die Krönung eines beinahe zehnjährigen Herzensprojekts von Amédée Mathier, aus ihren besten Parzellen einen kompromisslosen Spitzenwein zu schaffen. Alles begann 2015 mit einer fast verrückten Idee: Für einen ersten Versuchswein wurde jede Traube von Hand gelesen und anschliessend jede einzelne Beere von Hand von der Traube getrennt und einzeln in den Gärbehälter gegeben. Das Ergebnis überzeugte, der Arbeitsaufwand war jedoch enorm. Die ersten, extrem aufwendig erzeugten Flaschen wurden gar nicht verkauft, sondern ausschliesslich an Freunde des Hauses verschenkt. Erst mit dem Jahrgang 2022 war für die Familie der Moment gekommen, den Grand Vin Amédée erstmals offiziell auf den Markt zu bringen. Bei seiner Entwicklung floss zuletzt auch das Wissen der Universität Bordeaux ein.

Im Glas zeigt er eindrucksvoll, dass grosse Kraft nicht mit Schwere gleichzusetzen ist. Waldbeeren verbinden sich mit weissem Pfeffer und kühlen Mentholnoten. Am Gaumen ist der 2022er tief und konzentriert, zugleich erstaunlich feingliedrig und elegant. Eine präzise Säure und reife, feinkörnige Tannine verleihen ihm Spannung und tragen die dunkle Frucht in einen ausgesprochen langen Nachhall.

Rotwein
Rote Assemblage
Cornalin
Humagne Rouge
Syrah
Merlot
Diolinoir
Prozent
13.8
Option 1: Beschrieb
75cl
Option 1: Jahrgang
2022
Option 1: Preis
CHF 210

Passende Stimmung

grosszügig und spendabel

Charakteristik

Aromen (Nase)
Waldbeeren, weisser Pfeffer und kühle Mentholnoten.
Aromen (Mund)
Langer leicht lieblicher Eingang. Feinkörnige Tannine mit gut eingebetteter Säure und einem mittellangem Abgang. Ein moderner Amphorenwein.
Komplex & elegant
Trocken
Eichenfass / Barrique
Assemblage
Rarität
Käse
Geschmorte Gerichte
15 Jahre

Worte des Winzers

Das sagt Amédée Mathier über diesen Wein

Da steckt nicht nur sehr viel Emotion und Herzblut drin, sondern auch eine hohe Professionalität.

Aber hören Sie im Video selbst, was es über diesen Wein alles zu erzählen gibt...

Wissen aus Bordeaux...

trifft auf Walliser Erfahrung

Bordeaux steht nicht nur für grosse Weine, sondern gehört auch zu den bedeutendsten Zentren der modernen Weinwissenschaft.

An der Universität Bordeaux vereint das Institut des Sciences de la Vigne et du Vin (ISVV) Forschung und Lehre rund um Rebe und Wein. Mehr als 250 Forschende und über 600 Studierende beschäftigen sich mit Aromen und Geschmack, Hefen und Mikroorganismen, Vinifikation und Reifung ebenso wie mit Terroir, Biodiversität und Klimawandel – die Forschung reicht sprichwörtlich vom Reagenzglas bis in den Rebberg.

Eine besondere Tradition besitzt Bordeaux in der Erforschung dessen, was die Identität, Qualität und Langlebigkeit eines Weines ausmacht. Prägend dafür war unter anderem der renommierte Önologe Denis Dubourdieu, der das ISVV von 2009 bis 2016 leitete und wissenschaftliche Analyse mit dem sensorischen Erlebnis Wein verband.

So vereint Bordeaux jahrhundertealte Weintradition mit moderner Wissenschaft – von der Rebe über die Vinifikation bis zur Reifung in der Flasche.

Und hier schliesst sich der Kreis zum Grand Vin Amédée: In der letzten Phase seiner fast zehnjährigen Entwicklung holte sich Albert Mathier & Fils zusätzliches Wissen der Universität Bordeaux ins Wallis – Walliser Terroir und Erfahrung trafen auf die Weinwissenschaft aus Bordeaux.

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Mehr zum Weinkeller

Albert Mathier & Söhne

Die Mathiers sind im Jahr 1387 nach Salgesch gekommen. Aus Marseille stammend, wanderten sie über Grenoble in die Schweiz. Der Grund lag in der Armut und der Möglichkeit, im Ausland als Söldner Geld zu verdienen. So liessen sich die Mathiers für Kriegsdienste im Wallis anwerben und beschlossen nach getaner Pflicht, nicht mehr in ihre Heimat zurückzukehren, sondern sich in Salgesch niederzulassen. Bald entdeckten sie, dass sich die Gegend hervorragend für den Weinbau eignet. Und stellten fest, dass ein gutes Glas Wein dem Leben weit zuträglicher ist als die Kriegerei. Albert Mathier – wie der Name verrät Gründer der Albert Mathier & Söhne AG – wurde 1891 als zweites von neun Kindern geboren. 1918 heiratete er Monika. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor. Als die Weltwirtschaft am Boden lag, versuchte die Familie, der Rezession zu trotzen, indem sie Äcker und Wiesen umbrach und mit Reben bepflanzte. Mit ihrer Kelterei setzten sie den Grundstein für ihre eigene Weingeschichte und die der Rotweinmetropole Salgesch.

Auf der Suche nach den Wurzeln des Weinbaus reiste der heutige Inhaber Amédée Mathier 2008 nach Georgien, um verschiedene Kellereien und Privatwinzer zu besuchen, die Qvevri-Weine herstellten. Obwohl ihm nicht alles mundete – die natürliche Vergärung in Tongefässen ist delikat und kann Fehler verursachen – war er fasziniert von dieser archaischen Art, Wein herzustellen. Ihm war klar, dass diese Weine eine völlig andere Sprache sprechen als die, die wir zu trinken gewohnt sind. Er beschloss, künftig auch Weine nach der traditionellen Art der Georgier herzustellen und importierte noch im selben Jahr acht Original Qvevris aus Georgien. Als erste Kellerei der Schweiz baut der Betrieb seither Trauben und Weine in traditionellen georgischen Qvevris (Tongefässen) aus, die in Georgien hergestellt und von dort in die Schweiz transportiert worden sind. Damit übernimmt die Weinfamilie Albert Mathier & Söhne in unserem Land die Pionierrolle bei der Wiederbelebung der ältesten, 8000-jährigen, von der UNESCO als geistiges Weltkulturerbe geschützten Weinbereitungsmethode der Welt.

Die Weinkellerei Albert Mathier & Söhne ist ein kleiner Familienbetrieb, der sich dem Genuss des Weinliebhabers verpflichtet hat und wortwörtlich ausgezeichnet ist: Jahr für Jahr finden sich die flüssigen Aushängeschilder der Weinfamilie Albert Mathier & Söhne ganz vorne in den Ranglisten nationaler und internationaler Weinwettbewerbe wieder. Medaillen, Diplome und Zertifikate, die belegen, was Sie beim Trinken erleben: Qualität von allererster Güte. Dieser Betrieb strotzt vor Dynamik! Auf dem Boden von sicheren und höchst bewährten Walliser Werten gedeihen hier regelrechte Innovationen.

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Mehr zur Rebsorte

Rote Assemblagen und Cuvées

«Verheirateter Wein»

Es liegt in der Hand des Kellermeisters aus Weinen unterschiedlicher Charaktere ein vielschichtiges, finessenreiches dabei aber ausgewogenes Geschmackserlebnis zu komponieren. Oft werden farbintensive, körperreiche und tanninbetonte Weine mit leichteren, fruchtintensiven vermählt, um eine komplexere, intensivere Harmonie der Aromen zu erreichen. Ziel ist es dabei nicht, die Schwächen eines Weines zu kaschieren, sondern Stärken zu kombinieren, die Cuvée soll von höherer Qualität sein und besser schmecken als der sortenreine Wein. Damit eine Cuvée sich als harmonische Komposition präsentiert, müssen Eigenschaften wie Fruchtigkeit, Säure, Tanningehalt, Alkoholgehalt und Restsüsse bei Vorverkostungen sehr genau sensorisch beurteilt werden. Es ist eine Kunst, die viel Wissen, Können, Feingefühl und Erfahrung erfordert, ergänzende Sorten fein aufeinander abzustimmen, um einen besonders runden und harmonischen Wein zu kreieren.

Die Begriffe Assemblage und Cuvée stiften manchmal mehr Verwirrung als Klarheit. Denn im französischen Sprachgebrauch werden sie anders angewandt als im Deutschen. Im deutschsprachigen Raum werden der Begriff Cuvée und das Synonym Assemblage für einen Verschnitt aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder Lagen verwendet. Nicht so in Frankreich. Cuvée stammt vom französischen Cuve (Bottich oder Weinbehälter) und bezeichnet eigentlich eine bestimmte Menge Wein in einem Gefäss. Demnach wird im Französischen jeder separat abgefüllte Wein, als Cuvée – im Sinne von Abfüllung – bezeichnet. Die Zusammenstellung der Cuvée wird in Frankreich als Assemblage bezeichnet. Werden einfache Weine verschnitten, sprechen die Franzosen von einer Coupage.

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