Das Familienweingut Simon Maye & Fils wurde 1948 von Simon Maye in Chamoson gegründet – mit nur vier Hektar Reben und dem klaren Ziel, Qualität vor Menge zu stellen. Als gelernter Jurist und Quereinsteiger setzte er früh auf Innovation: Tröpfchenbewässerung, niedrige Erträge, internationale Inspirationen – und auf kompromisslosen Respekt für das Terroir. Gemeinsam mit anderen Winzern gründete er die Confrérie St. Théodule, eine Vereinigung, die sich der Exzellenz im Walliser Weinbau verschrieben hat.
Ab den späten 1970er-Jahren stiegen die Söhne Axel und Jean-François in den Betrieb ein. Sie professionalisierten die Kellertechnik, erweiterten die Rebfläche bis auf über zehn Hektar und pflanzten 1983 als Pioniere die ersten Syrah-Reben in der Region. Ihr kompromissloses Streben nach Qualität und Lagentypizität brachte dem Weingut internationale Anerkennung – etwa als Schweizer Winzer des Jahres 2004 und mit mehrfachen Auszeichnungen für den Syrah Vieilles Vignes.
Seit 2015 führt Raphaël Maye, die dritte Generation, das Weingut mit neuem Schwung und biodynamischem Bewusstsein weiter. Als diplomierter Önologe verfolgt er einen klaren, reduktiven Stil im Keller, setzt auf spontane Gärung, minimale Intervention und den authentischen Ausdruck der Böden von Chamoson bis Ardon. Seine Partnerin Nadine kümmert sich mit Feingefühl um Empfang, Vertrieb und Kommunikation.
Was bleibt, ist die Handschrift eines Familienbetriebs, der seit über 75 Jahren auf Finesse, Präzision und innere Überzeugung baut – und der mit jedem Jahrgang ein Stück Walliser Weinkultur neu interpretiert.













